Chikungunyafieber kommt in tropischen und subtropischen Regionen vor, insbesondere in Afrika, Süd- und Südostasien sowie Mittel- und Südamerika. In Südeuropa treten zunehmend lokale Fälle auf. Das Virus wir durch tag- und dämmerungsaktive Mücken der Aedes-Familie übertragen. Durch die Klimaerwärmung könnte sich das Virus auch in gemässigte Zonen wie Mitteleuropa und Nordamerika ausbreiten.
Chikungunyaviren verursachen heftiges Fieber, Glieder- und Gelenksschmerzen, gelegentlich einen Hautauschlag und Bindehautentzündung. Bei Erwachsenen können Komplikationen auftreten. Die Krankheit heilt von selbst wieder ab. Die Gelenksschmerzen können über längere Zeit (Monate) anhalten. Ausser der symptomatischen Behandlung der Schmerzen ist keine spezifische Therapie bekannt.
Der beste Schutz vor Infektion ist konsequenter Mückenschutz auch tagsüber.
Die Impfung gegen Chikungunya ist ab 12 Jahren für lange Reisen in Endemiegebieten oder Gebiete mit aktuellem Chikungunya-Ausbruch indiziert. Ein Schutz vor einer Infektion nach einer Einzeldosis über 6 Monate wird zurzeit noch über die Bildung von Antikörper angenommen. Möglicherweise hält der Schutz länger. Nach 6 Monaten weisen 86 % der jüngeren Erwachsenen und 76 % der Senioren Antikörpertiter auf. Daten zur Verhinderung von Infektionen liegen noch nicht vor.