Hirn- und Hirnhaut-Entzündung (FSME)

Die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME oder Zeckenencephalitis) ist eine zeckenübertragene Entzündung des Hirns und der Hirnhäute. Wegen der Klimaerwärmung gibt es eine deutliche Zunahme der Fälle und eine geografische Ausbreitung. Empfohlen ist diese Impfung für alle Personen, die in Endemiegebieten wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten und für Reisende in Endemiegebiete. In der Schweiz sind dies unterdessen alle Gebiete unter 1500 Meter ausser Genf und das Tessin. Zur Zeit sind vor allem Mittel- und Osteuropa, Süd-Skandinavien und Russland betroffen.

Impfschema: 0 – [14–90 Tage] – [6–18 Monate]. Der volle Impfschutz ist zwei Wochen nach der zweiten Impfung zu erwarten. Es ist auch ein «Kurzimpfschema» 0–7–21 Tage und 12–18 Monate später möglich. Auffrischimpfung: Die Herstellerfirmen raten gemäss der Zulassung alle 3 Jahre eine Boosterdosis zu machen. In Deutschland und Österreich wird alle alle 5 bis 6 Jahre eine Auffrischimpfung gemacht. Der Bund empfiehlt alle 10 Jahre. Wir empfehlen die Auffrischimpfung alle 6 Jahre zu machen.

FSME

FSME-Virus, ein Flavivirus (in derselben Gruppe befinden sich auch Viren wie Gelbfieber, Japan Encephalitis und Dengue). FSME wird durch die Zecken des Typs Ixodes ricinus (= Gemeine Holzbock) übertragen. Durch Zeckenstiche können eine Vielzahl von Erregern auf den Menschen und andere Wirbeltiere übertragen werden. Dazu zählen Viren wie zum Beispiel das Frühsommer-meningoenzephalitis-Virus, Bakterien wie zum Beispiel Rickettsia rickettsii, Borrelia burgdorferi, oder Ehrlichia spp. und Protozoen, zum Beispiel Babesia spp.

Seit geraumer Zeit ist bekannt, dass in der Schweiz die FSME Durchimpfrate viel zu gering ist. Gerade letztes Jahr hat die Anzahl FSME-Fälle deutlich zugenommen. Wir raten auch Kinder unter 6 Jahren zu impfen, falls sie einem Risiko ausgesetzt sind.

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